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BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie 4-18

09.05.2018, Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie.

Starkes Inlandsgeschäft im Januar.

Konjunktur
Im Februar 2018 setzte die deutsche Ernährungsindustrie ihren Wachstumstrend fort und erwirtschaftete einen Umsatz von 13,8 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr erzielte sie damit ein Plus von 2,0 Prozent und steigerte den Absatz um 1,5 Prozent. Das Inlandsgeschäft entwickelte sich ebenfalls positiv. Insgesamt bauten die Unternehmen ihre Produktion leicht aus und der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 0,6 Prozent. Einziger Wermutstropfen waren die Exporte, die nicht weiter ausgebaut werden konnten. Im Vorjahresvergleich gingen sie um 1 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro zurück.

Speziell für die mittelständisch geprägte Branche ist das Auslandsgeschäft eine Ertragsstütze, um im inländischen Wettbewerbsumfeld erfolgreich wirtschaften zu können. Daher gilt es, insbesondere die Eröffnung neuer Absatzmöglichkeiten und den Bürokratieabbau voranzubringen. Auch müssen Investitionen in Prozess- und Produktinnovationen sowie Nachhaltigkeit gefördert werden. Dies sichert eine wettbewerbsfähige und konsumentenorientierte Lebensmittelproduktion am Standort Deutschland.

Agrarrohstoffmärkte
Die Preise an den Agrarrohstoffmärkten sind durch die Entwicklungen von Angebot und Nachfrage bedingt. Preisschwankungen können beispielsweise auf wechselnde Ernteerträge aufgrund der Witterungsbedingungen, aber auch auf Wechselkursschwankungen zurückgehen. Trotz eines Anstiegs des HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel um 1,7 Prozent war der Index auch im März 2018 mit 14,6 Prozent deutlich unter seinem Vorjahresniveau. Die Kosten für die Rohstoffbeschaffung sind ein wichtiger Faktor für die Lebensmittelhersteller, da im harten Wettbewerb der Branche steigende Rohstoffkosten zu einer Belastung für die Erträge der Unternehmen führen.

Ausblick: Geschäftsklima
Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Im April 2018 zeigten sich die Unternehmen optimistisch und das Geschäftsklima der Branche stieg gegenüber dem Vormonat und Vorjahr. Die Lebensmittelhersteller standen nicht nur der aktuellen Geschäftslage positiv gegenüber, sondern auch den Geschäften der kommenden drei Monate. Besonders zuversichtlich waren die Unternehmen hinsichtlich der Entwicklung der Produktion und der Auftragsbestände. Während sie zurückhaltend gegenüber der aktuellen und erwarteten Entwicklung der Verkaufspreise waren.  

Konsumklima und Verbraucherpreise
Nach einem Rückgang im Vormonat stieg das Konsumklima im April um 0,1 auf 10,9 Punkte. Wegen der Verunsicherungen durch die globalen politischen Entwicklungen sanken die Konjunkturerwartungen der Konsumenten. Mit den guten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt blieben die Einkommenserwartungen der Verbraucher jedoch optimistisch, wodurch der Konsum qualitativ hochwertiger und preisintensiver Produkte im Trend blieb. 

Im März 2018 erhöhten sich die Preise für Lebensmittel um 0,3 Prozent und waren damit 2,8 über dem Vorjahreswert. Die allgemeinen Verbraucherpreise stiegen in den gleichen Vergleichsperioden um 0,4 Prozent bzw. 1,6 Prozent.

Über die Ernährungsindustrie

Die Ernährungsindustrie ist mit rund 580.030 Beschäftigten in 5.940 Betrieben der drittgrößte Industriezweig Deutschlands, zuverlässig versorgt sie 81 Millionen Verbraucher mit hochwertigen und preiswerten Lebensmitteln. Mit einer Exportquote von 33 Prozent schätzen zudem Kunden weltweit die Qualität deutscher Produkte.

Über die BVE

Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) ist der wirtschaftspolitische Spitzenverband der deutschen Ernährungsindustrie. Seit mehr als 60 Jahren vertretet sie erfolgreich die branchenübergreifenden Interessen gegenüber Politik, Verwaltung, Medien, Öffentlichkeit und Marktpartnern.

Ihre Aufgabe besteht darin, Rahmenbedingungen für verantwortliches und zukunftsorientiertes, unternehmerisches Handeln zu erreichen, um die Chancen der Ernährungsindustrie am Standort Deutschland zu sichern.

Weitere Informationen über die BVE


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