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IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt bis ins Jahr 2017

IAB - Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

28.11.2016, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im November um 0,2 Punkte gefallen. Damit steht der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nun bei 103,2 Punkten, was nach wie vor gute Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt signalisiert.

Die Komponenten des IAB-Arbeitsmarktbarometers für die Beschäftigung und die Arbeitslosigkeit verhalten sich zurzeit jedoch gegenläufig: Während die Beschäftigungskomponente um 0,5 Punkte auf 105,5 Punkte gesunken ist, verbesserte sich die Arbeitslosigkeitskomponente um 0,1 Punkte auf 100,9 Punkte. „Die schlechte Nachricht: Der Beschäftigungsaufbau verliert ein wenig an Schwung. Die gute Nachricht: Der Abbau der Arbeitslosigkeit geht dennoch erst einmal weiter“, fasst Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen“, die aktuellen Ergebnisse zusammen.

Trotz des erneuten Rückgangs bewege sich die Beschäftigungskomponente noch immer auf sehr hohem Niveau, so Weber. Die Arbeitsagenturen gingen also weiterhin von Jobgewinnen aus, wobei diese moderater als im Frühjahr ausfallen dürften. Dagegen haben die Einschätzungen für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit trotz zusätzlicher Arbeitslosmeldungen von Flüchtlingen den besten Stand seit fast zwei Jahren erreicht. Dies sei vor allem auf ein verringertes Entlassungsrisiko zurückzuführen, erklärt Weber. Die Zugangsraten in Arbeitslosigkeit seien seit der Rezession 2009 gesunken, zuletzt um mehr als drei Prozent pro Jahr. Ein zweiter Grund liege im Einsatz arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen, deren Teilnehmer nicht als arbeitslos zählen. Hier seien auch die Integrationskurse für Flüchtlinge zu nennen.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert. Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

IAB-Arbeitsmarktbarometer

Über das IAB

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erforscht den Arbeitsmarkt, um politische Akteure auf allen Ebenen kompetent zu beraten. Ökonomen, Soziologen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weiterer sozialwissenschaftlich und methodisch ausgerichteter Disziplinen schaffen durch exzellente, national wie international vernetzte Forschung die Basis für eine empirisch informierte Arbeitsmarktpolitik.

Damit trägt das IAB im Rahmen seines gesetzlichen Auftrags zu einem besseren Verständnis der Funktionsweise des Arbeitsmarkts, der Erwerbschancen und der Lebensbedingungen in einer sich dynamisch verändernden Welt bei. Forschungs- und Publikationsfreiheit garantieren, dass unabhängiger und damit auch kritischer Rat erteilt werden kann. 

Das Institut wurde 1967 als Forschungseinrichtung der damaligen Bundesanstalt für Arbeit gegründet und ist seit 2004 eine besondere Dienststelle der Bundesagentur für Arbeit (BA) . Das IAB hat seinen Sitz in Nürnberg. Durch sein Regionales Forschungsnetz ist es zudem bundesweit an zehn Standorten präsent.


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