BBQ-Saison: Das grillen die Deutschen

21.07.2021, foodjobs.de.

Der Rabobank Food Navigator untersucht die Grillgewohnheiten der Deutschen und stellt fest: Die Thüringer lieben ihre Würstchen und bei den Hamburgern darf es gerne auch mal Tofu sein. 

Der Sommer ist da und in vielen deutschen Gärten liegt Grillgeruch in der Luft. Doch was landet bei den Verbrauchern hierzulande auf dem Rost? Genau dieser Frage hat sich eine aktuelle Umfrage der Rabobank gewidmet, bei der insgesamt mehr als 2.800 Personen befragt wurden. Gemeinsam mit Civev, einem der führenden Unternehmen für digitale Markt- und Meinungsdaten in Deutschland, liefert die Rabobank mit ihrem Food Navigator so regelmäßig Einblicke in das Lebensmittelbewusstsein der Deutschen. 

Blättert man Supermarktprospekte durch, fällt schnell auf, dass diese übersäht mit günstigen Fleischangeboten sind. Dies ergibt auch eine Analyse der Umweltorganisation WWF vom Juni 2021. Im Gegensatz dazu ist vegetarisches Grillgut immer noch deutlich teurer und oft eine echte Rarität. Denn laut den Ergebnissen der WWF-Analyse kosten Tofuwürste oder Sojaburger sogar oft doppelt so viel wie reduzierte Schweinefleisch- und Geflügelprodukte. 

Doch beeinflussen diese Verfügbarkeit und Preisgestaltung auch die Essgewohnheiten der Deutschen? Laut den Ergebnissen des Rabobank Food Navigators greifen die hiesigen Verbraucher nach wie vor deutlich öfter zum Fleisch als zu Veggie-Alternativen: Während bei nur 1,4% der Befragten regelmäßig Grillprodukte aus Tofu auf den Tellern landen, greifen immerhin 6,6% öfter zu Grillkäse und 9,9% zu Gemüse. 

Wie die Umfrage des Rabobank Food Navigators zeigt, liegt das Steak bei deutschen Grill-Fans nach wie vor unangefochten auf Platz Eins (46,4%) und wird besonders gerne von Personen zwischen 40 und 49 verzehrt (50,1%). Auf Platz zwei bewegen sich die Wurst-Spezialitäten (19,6%), die in der Gruppe der 40- bis 49-Jährigen sogar von einem Drittel gewählt werden. Überdies lassen sich auch zwischen den Geschlechtern deutliche Unterschiede feststellen: Während nur 5,6% der Männer regelmäßig zu Gemüse greifen, sind es bei den Frauen schon 14,3%. Zudem sind auch Grillkäse und Fisch bei den weiblichen Verbraucherinnen deutlich beliebter, vor allem bei ersterem greifen doppelt so viele Frauen als Männer zu. 

Zwischen den Regionen ergeben sich ebenfalls interessante Kontraste. Während im Saarland mit 61,4% am meisten Steak gegessen wird, bilden Berlin mit 38,5% und Hamburg mit 35,9% beim Thema Steak die Schlusslichter. Vor allem in den Stadtstaaten scheinen Verbraucher deutlich offener gegenüber Alternativen zu sein: In Bremen greifen immerhin 11,0% der Verbraucher regelmäßig zu Fisch statt Fleisch. Währenddessen grillen in Hamburg 6,2% der Befragten gerne Produkte aus Tofu, gefolgt von Berlin mit 2,5%. In der Hauptstadt gaben zudem 28,2% der Befragten an, aufgrund intransparenter Produktionsbedingungen auf Grillfleisch zu verzichten. Im Gegensatz dazu bleiben die Thüringer ihrem Fleisch treu, greifen jedoch öfter als andere Bundesländer zu Würstchen, die hier mit 28,5% im Grill-Game vertreten sind. 

Doch welche Gründe werden generell für den Fleischverzicht angeführt? Laut Umfragen würden erhöhte Preise für Fleisch nicht den Konsum verändern, denn nur 3% der Befragten gaben an, aus Kostengründen auf Steak und Co. zu verzichten. Von den Teilnehmern erklärte zudem knapp die Hälfte (43,2%), grundsätzlich nicht auf Grillfleisch verzichten zu wollen. 

Wer eher zu den vegetarischen Alternativen tendiert, tut dies laut Umfrage in erster Linie für das Wohl der Tiere (32,8%) oder aus Rücksicht vor der eigenen Gesundheit (25,5%). Im Stadt-Land-Vergleich gibt es hierbei jedoch auch starke Unterschiede, denn während in der ländlichen Bevölkerung nur bei 5,3% ethische Bedenken eine Rolle beim Fleischverzicht spielen, sind es bei den Städtern bereits sechsmal so viele (30,4%). 

Vor allem Azubis scheinen sich zunehmend mit den Themen Tierwohl und Nachhaltigkeit zu beschäftigen, denn von ihnen sorgen sich ganze 45,2% um ethische Belange in Bezug auf den Fleischkonsum. Daneben kritisieren zwei Drittel der Befragten (61,1%) die unzureichenden Informationen über Produktionsbedingungen und fühlen sich in Supermärkten nicht gut oder überhaupt nicht informiert über die Herkunft oder Herstellung von Grillfleisch.   

 

 


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