Login
Login
Hier als Kandidat registrieren
DE

Karrierewege in der Fleischbranche

Fleischer/Fleischerin (Fleischgeselle/Fleischergesellin)

Der Karriereweg in der Fleischindustrie beginnt meist mit einer Ausbildung als Fleischer/in bzw. Fleischgeselle/in.

Zugangsvoraussetzungen

Ausbildungsanfänger/innen 2013 Fleischwirtschaft

 

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Betriebe stellen überwiegend Schüler mit Hauptschulabschluss ein. 

Lerninhalte und Anforderungen

Die Ausbildung wird in einem Betrieb des Fleischerhandwerks oder der Fleisch- und Wurstwarenindustrie abgehalten. Dazu gehört die Mitarbeit in Wurstküchen, Räucherräumen, Kühlräumen, Ausbein- und Zerlegeräumen, Verkaufsräumen und Produktionshallen.

Dauer, Kosten und Förderung

Die Dauer der Ausbildung beträgt drei Jahre.

Einsatzgebiete/Weiterbildung

Fleischergesellen bzw. Fleischergesellinnen arbeiten als Fleischer bzw. Fleischerinnen in Fleischerfachgeschäften, in der Fleisch- und Wurstwarenindustrie in der Feinkostherstellung oder in Fleischgroßmärkten. Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Fleischerei bis hin zu Partyservice.
Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Fleischermeister bzw. Fleischermeisterin abzulegen.
Möchte man eher in kaufmännischen Bereich weiterkommen und dort Führungaufgaben übernehmen, empfiehlt sich die Weiterbildung zum Handelsbetriebswirt bzw. zur Handelsbetriebswirtin oder die Weiterbildung zum Handelsfachwirt bzw. zur Handelsbetriebswirtin. 
Weitere Informationen dazu bietet die Bundesfachschule Vieh und Fleisch in Bonn.

Gehalt

Gehaltsvergleich - Bruttoeinkommen Fleischwirtschaft

 

Das monatliches Einstiegsgehalt als Fleischergeselle/in liegt bei 1800 Euro bis 1900 Euro (brutto). (Quelle: http://www.ausbildung.de, Oktober 2015)

                                                                                                                                                                             nach oben

Fleischermeister/Fleischermeisterin

Zugangsvoraussetzungen

Die Voraussetzungen für die Zulassung zur Meisterprüfung im Fleischer-Handwerk ist in der Regel die Gesellenprüfung als Fleischer/in. Es ist auch möglich die Zulassung durch eine Abschlussprüfung in einem entsprechend anerkannten industriellen Ausbildungsberuf oder eine andere Meisterprüfung in einem anderen Handwerk zu erlangen. Ferner ist es möglich nach einer Gesellen-/Abschlussprüfung in einem anderen Ausbildungsberuf und einer mehrjährigen Berufstätigkeit im Fleisch-Handwerk die Meisterprüfung abzulegen.
Beim Umgang mit Lebensmitteln benötigt man eine Belehrung und eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes.

Lerninhalte und Anforderungen

Vorbereitungslehrgänge auf die Prüfung finden z.B. an Bildungszentren von Handwerkskammern oder Fachschulen statt.

  • bei Voll- oder Teilzeitlehrgängen: Schulungsräume
  • bei Fernunterricht: zu Hause, ggf. Schulungsräume bei Präsenzphasen
  • Für die Zulassung zur Prüfung ist die Teilnahme an einem Lehrgang nicht verpflichtend.

Dauer, Kosten und Förderung

Die Dauer der Weiterbildung ist je nach Bildungsanbieter und Unterrichtsform (Vollzeit/Teilzeit/Fernunterricht) unterschiedlich. Teilweise bereiten Lehrgänge auch separat auf einzelne Teile der Meisterprüfung vor.

Institutionen

Es gibt diverse staatlich anerkannte Anbieter. Informationen dazu geben die Handwerkskammern der Bundesländer.
https://www.meisterschulen.de/meisterschulen-meisterkurse/fleischermeister-in

Perspektiven

Fleischermeister bzw. Fleischermeisterinnen arbeiten in Fleischerfachgeschäften, in der Fleisch- und Wurstwarenindustrie in der Feinkostherstellung oder in Fleischgroßmärkten. Durch Weiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Fleischerei bis hin zu Partyservice.
Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach „Lebensmitteltechnologie“ erwerben. Eine andere Möglichkeit ist der Schritt in die Selbstständigkeit.

Gehalt

Das monatliche Durchschnittsgehalt (brutto) des Fleischermeisters liegt zwischen 1.522 Euro und 2.936 Euro, je nach Bundesland (Quelle: Gehaltsvergleich.com).

                                                                                                                                                                               nach oben

Techniker/Technikerin - Lebensmitteltechnik (Fleischereitechnik)

Zugangsvoraussetzung

Voraussetzung für die Aufnahme in einer Fachschule ist in der Regel der Abschluss in einem einschlägig anerkannten Ausbildungsberuf sowie Berufspraxis. Schulische Mindestvoraussetzung ist je nach Bundesland ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Bildungsabschluss. Beim Umgang mit Lebensmitteln benötigt man außerdem eine Belehrung und eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes.

Institutionen

Dauer, Kosten und Förderung

In Vollzeit dauert die Weiterbildung zwei Jahre, in Teilzeit vier Jahre. Die Kosten für Anwärter an staatlichen Fachschulen sind frei. An Privaten Fachschulen gibt es meist eine Lehrgangsgebühr, teilweise auch Aufnahme- und Prüfungsgebühren.
Es ist möglich, ein Meister-BaföG (http://www.meister-bafoeg.info/) zu beantragen oder über die Agentur für Arbeit, den Berufsförderungsdienst für Bundeswehrangehörige, die deutsche Rentenversicherung oder Berufsgenossenschaften eine Finanzierung zu beantragen.

Einsatzgebiete/Weiterbildung

Nach ihrer Weiterbildung arbeiten Techniker/innen der Fachrichtung Lebensmitteltechnik mit dem Schwerpunkt Fleischereitechnik z.B. in der Fleischverarbeitung sowie bei Herstellern von Nährmitteln oder diätetischen Lebensmitteln. Durch Anpassungsweiterbildungen kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neusten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Fleischerei bis hin zu Lebensmittelrecht.
Aufbauend auf bereits vorhandene Qualifikationen können speziell für Weiterbildungsabsolventen konzipierte Aufstiegsweiterbildungen das Kompetenzprofil erweitern und ergänzen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Technischer Betriebswirt abzulegen.
Mit ihrem Weiterbildungsabschluss können Techniker/innen auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung Zugang zu einem Studium erhalten und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Lebensmitteltechnologie erwerben.
Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem eigenen Betrieb im Fleischerhandwerk oder die Gründung oder Übernahme eines Betriebs in der Fleisch- und Wurstwaren- bzw. Konservenindustrie ist möglich.

Gehalt

Beispielhafte Bruttogrundvergütung (monatlich): 3.475 Euro bis 3.806 Euro (Quelle: Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration)

                                                                                                                                                                            nach oben

 

Fleischtechnologie/Lebensmitteltechnologie (Bachelor/Master)

Zugangsvoraussetzungen

An Universitäten und Hochschulen gilt die allgemeine oder ggf. fachgebundene Hochschulreife als Voraussetzung. Relevante Vorkenntnisse in Chemie/Biologie, Mathematik, Physik und Englisch werden vorausgesetzt.
An Fachhochschulen muss die Fachhochschulreife erbracht werden oder eine von der zuständigen Stelle des Bundeslandes (z.B. Kultusministerium) als gleichwertig anerkanntes Zeugnis.
Gegebenenfalls ist ein Vorpraktikum nachzuweisen und je nach Hochschule gibt es ein internes Auswahlverfahren bzw. einen NC.

Studieninhalte und Anforderungen

Im Bachelorstudium werden naturwissenschaftlich-technische Grundlagen vermittelt. Es gibt Vorlesungen, Übungen und Praktika in Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Verfahrenstechnik, Lebensmittelchemie, Mikrobiologie, Ernährungsphysiologie, Strömungsmechanik, Thermodynamik, Elektrotechnik, Maschinen- und Apparatebau sowie Betriebswirtschaftslehre.
Das Masterstudium erweitert die Kenntnisse aus dem Bachelorstudium und wird meist durch Wahlpflichtfächer ergänzt. Diese können sein: Lebensmittelverfahrenstechnik, Lebensmittelmikrobiologie, Biotechnologie, Molekularbiologie, Prozessautomation, Sensorik, Steriltechnik, Reinigung und Desinfektion, Umwelttechnik, Marketing, Milchtechnologie, Technologie tierischer Lebensmittel, Getreidetechnologie, Obst- und Gemüsetechnologie, Zuckertechnologie, Öl- und Fetttechnologie, Gärungstechnologie, Verpackungstechnik u. a..

Dauer, Kosten und Förderung

Die Dauer variiert ja nach Aufbau und Art des Studiums von 6 Semestern bis zu mehreren Jahren (Teilzeitstudium). Die Regelstudienzeit kann also zwischen sechs und acht Semestern sein. Laut dem Statistischen Bundesamt beträgt die durchschnittliche Studiendauer 7,1 Semester (Quelle: Statistisches Bundesamt, Prüfungen an Hochschulen 2013).
Die Kosten belaufen sich auf die Studiengebühren je nach Hochschule. Private Hochschulen haben meist deutlich höhere Kosten.

Institutionen

Gehalt

Das durchschnittliche Einstiegsgehalt bei Lebensmitteltechnologen liegt bei 36.300 Euro.
Die Fleischbranche zahlt im Vergleich zu anderen Branchen ein niedriges Gehalt für Absolventen (durchschnittlich: 33.600 Euro, im Vergleich dazu: Milchbranche: 39.000 € im Durchschnitt ) .
Das Einstiegsgehalt hängt von mehreren Faktoren ab. Aussagefähige Informationen darüber geben die Ergebnisse der jährlichen Online-Umfrage von foodjobs.de wieder: Einstiegsgehalt in der Lebensmittelbranche

Einsatzgebiete

Mit einem Abschluss ist es möglich, in der Lebensmittelherstellung, Produktplanung oder Produktionssteuerung oder Qualitätssicherung bzw. Qualitätsmanagement zu arbeiten. Ebenso gibt es die Möglichkeit als selbstständige/r Leiter/in eines Beratungs- und Planungsbüros tätig zu werden.
Eine Hochschulkarriere kann nach dem Meisterstudium ebenfalls angestrebt werden. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und im Bereich der Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen. Für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. Hochschulprofessorin benötigt man i.d.R. eine Habilitation.

                                                                                                                                                                              nach oben

Links zur Fleischbranche

                                                                                                                                                                           nach oben

Newsletter
Geben Sie hier Ihre E-Mail Adresse ein, um sich für einen Newsletter anzumelden.
© foodjobs.de | Job-Karte | Sitemap | Impressum | Mediadaten | AGB | Partner | Presse | Jobs