Arbeitsmarkt: Stabile Beschäftigungssituation in der Ernährungsindustrie

ANG - Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V.

19.05.2014, ANG/BVE.

Die stabile Beschäftigungssituation in der Ernährungsindustrie ist ein wichtiger Konjunkturindikator. Mit 555.300 Beschäftigten ist die Branche der viertgrößte deutsche Industriezweig und bietet sichere Arbeitsplätze sowie vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten in allen Regionen Deutschlands. 2013 konnte die Zahl der Beschäftigten in der Branche trotz harten Wettbewerbs erneut leicht erhöht werden.

Das ANG-Arbeits-Panel (Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V.) weist bei den sozialpolitisch organisierten Arbeitgebern einen Anteil sozialversicherungspflichtig Beschäftigter von 98 Prozent auf, d.h. lediglich 2 Prozent sind auf der Basis einer geringfügigen Beschäftigung tätig. Hiervon wird der überwiegende Anteil, nämlich 80 Prozent, in der Produktion, Logistik bzw. Lagerarbeit eingesetzt. An dieser geringen Quote hat sich auch durch die Erhöhung von 400 auf 450 Euro nichts geändert.

Die Vollzeitquote liegt bei knapp 90 Prozent, wobei die Möglichkeit von Teilzeittätigkeit größtenteils von Frauen genutzt wird. Die erfasste Teilzeit meint hierbei ausschließlich sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen ohne Minijobber. Zusätzlich ist bei den in den ANG-Mitgliedsverbänden organisierten Unternehmen die Quote der befristeten Arbeitsverhältnisse mit knapp 8 Prozent gering. Mit diesen stabilen Beschäftigungsdaten kann die Ernährungsindustrie im Wettbewerb um Fachkräfte punkten.

Der Einsatz von Zeitarbeitnehmern in der Ernährungsindustrie ist mit 5 Prozent stabil zum Vorjahr und trotz vielfachem Saisongeschäft auf einem niedrigen Niveau.

Ausbildungssituation

ANG - Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V.

Untersucht wurde zudem die Ausbildungssituation: Die Verteilung der Auszubildenden auf die abgefragten Bereiche ernährungstypisch, technisch und kaufmännisch zeigt eine nahezu gleichmäßige Verteilung, wobei die technischen Berufe im Vergleich zum Vorjahr ihren Vorsprung weiter ausgebaut haben. Dies kann als Indikator für die anhaltende technische Optimierung der Produktion gesehen werden. Mit einem Anteil von erst 31 Prozent an weiblichen Auszubildenden wird deutlich, dass hier noch Potenziale ausgeschöpft werden können und angesichts der sinkenden Schülerzahlen auch müssen. Dies haben die Unternehmen der Branche längst erkannt und nutzen kreative Recruitingwege: Begeistern durch Erleben war beispielsweise auch beim diesjährigen Girls` bzw. Boys` Day wieder das Motto. In allen Bereichen konnte eine große Anzahl interessierter Schülerinnen und Schüler in den Unternehmen der Ernährungsindustrie begrüßt werden, die den Tag nutzten, um in die Abläufe hinein zu schnuppern.

Diser Artiekl ist ein Auszug aus dem BVE-Konjunkturbericht 01/2014 von der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V. (ANG).


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